Sie können selbst einiges tun, um Ihrem Hund das Leben zu erleichtern.

Ein wichtiger Baustein ist die Ernährung und ein gutes Körpergewicht sowie genügend Bewegung. Bewegen Sie ihren Hund jeden Tag MINDESTENS 90 Minuten ( aufgeteilt über den Tag)  und halten Sie ihn schlank. Ernähren Sie Ihn möglichst mit Frischfutter oder einem Futter ohne Mais, Getreide und Konservierungsstoffen. ( Reis und Kartoffeln im Trockenfutter sind ok, so lange der Fleischanteil überwiegt).

Wenn Ihr Hund schon körperliche Beschwerden hat oder Erkrankungen bekannt sind, sollten Sie unbedingt einen guten Physiotherapeuten aufsuchen, um Ihrem Hund die bestmöglichen Hilfen zukommen zu lassen. Unterschätzen Sie nicht, wie wichtig eine frühzeitige Unterstützung ist. Kein Therapeut der Welt kann bleibende Schäden rückgängig machen, aber im Frühstadium erkannt, kann das Fortschreiten der häufigsten Skelettprobleme massiv verlangsamt werden!

cayuga -uwlCayuga bei der Pyhsio

Außerdem gibt es einige einfache Übungen für zu Hause, die die Beweglichkeit erhalten können:

1. Dehnen Sie Ihren Hund mit Leckerchen

Dazu nehmen Sie ein Leckerchen und führen den Kopf Ihres Hundes langsam nach hinten, so dass der Hund sich biegt. Achten Sie dabei darauf, dass der Kopf in einer Linie mit dem Rest des Rückens ist und nicht zu sehr nach oben überstreckt wird. Am besten geht das entweder mit dem sitzenden Hund, wenn man nur den Hals des Hundes dehnen möchte, oder aber der Hund soll die komplette Wirbelsäule dehnen. In diesem Fall können Sie den Hund entweder gegen Ihr Bein lehnen und ihn mit dem Leckerchen nach außen weglocken, so dass er sich wie eine Schnecke „einkringelt“, oder aber Sie bitten eine Hilfsperson, den Hund vorsichtig festzuhalten. Lassen Sie den Hund nun am Leckerchen nagen, so lange es geht, um die Dehnung zu halten.

2. Lassen Sie Ihren Hund über kleine Hindernisse und unebenen Boden laufen

Eine professionelle Ausführung wäre die Arbeit mit Kavalettis. Sie können aber auch die „Einsteigervariante“ für zu Hause trainieren:

Nehmen Sie eine Haushaltsleiter oder legen Sie Stangen auf etwas eingebeulte Blechdosen (Coladosen etc.). Führen Sie den Hund nun seeeeehr langsam im Schritt mit tiefem Kopf ( wenn Sie ihn mit Leckerchen lenken, halten Sie das Leckerchen nach unten!) über die Hindernisse. Dabei soll der Hund nicht AUF , sondern ZWISCHEN die Leitersprossen treten. Eine aufgeblasene Luftmatratze bietet einen tollen, wackeligen Untergrund und stärkt beim langsamen darüber gehen ( wirklich wie in Zeitlupe!) die Muskeln, die der Körper ansteuern muss, um das Gleichgewicht zu halten. Diese sind sehr wichtig und schützen gut bei stürzen und Belastungen.

Außerdem ist balancieren auf Spaziergängen eine tolle Übung. Locken Sie den Hund einmal auf einen Baumstamm oder einen kleinen Mauervorsprung.

Das Kriechen unter Bänken hindurch stellt ebenfalls eine tolle Beweglichkeitsübung dar.

Bauen Sie im Garten ein paar alte Blumentöpfe im kleinen Abstand auf ( ca. Hundelänge von Kopf bis Schwanzanfang) und versuchen Sie, den Hund mit Leckerchen im Slalom hindurchzulenken.

3. Massieren Sie Ihren Hund!

Sanftes abstreichen und vorsichtiges massieren der Muskeln  tut immer gut, vor allem nach anstrengenden Tagen! Dabei wird nicht nur die Muskulatur vermehrt durchblutet, sondern Sie tun etwas gutes für die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund!  Bei diesen Berührungen wird vermehrt Oxytocin ausgeschüttet, das sogenannte „Kuschelhormon“. Es führt zu einem verbesserten Stressabbau und macht ein „Wohlfühl“ Gefühl.Wenn Sie sich unsicher sind, wie und was Sie massieren wollen und können, belegen Sie einfach einen kleinen Massagekurs für Hunde, diese werden immer  mehr angeboten!